sport  St.Gallen  Freitag 12. Oktober 2004

Titelkämpfe im Thaiboxen

kampfsport. Morgen Samstag steht die Mehrzweckhalle in Rorschacherberg im Zeichen des Kampfsports. Ab 14 Uhr werden verschiedene Kampfsportkünste in Demonstrationen und Wettkämpfen vorgeführt. Am Abend werden die Amateur-Schweizer-Meister im Thaiboxen ermittelt. Für den Final qualifiziert hat sich auch ein Kämpfer aus dem Arena Thai Gym in Rorschach. Gjoni Simon tritt in der Gewichtsklasse bis 64 kg an. Die Buchserin Carole Flury fordert in einem Prestige-Kampf die Engländerin Rebecca Donnelly heraus. Flurys Sparringpartner Slavo Polugic tritt gegen Tefik Bajrami an. Polugics Gegner ist der Bruder des K1-Kämpfers Xhavit Bajrami, Schüler und Freund von Andy Hug. (du)

K1-Feeling
in der Mehrzweckhalle

Gianfranco Manzan organisiert die erste Fightnight in Rorschacherberg

rorschacherberg. Für einmal kein «Grümpeli» und auch kein Konzert – am kommenden Samstag steht die MZH im Blickpunkt der Freunde asiatischer Kampfsportkünste. Höhepunkt bilden die SM-Kämpfe im Amateur-Thaiboxen.

rudolf hirtl

«Ich möchte die vielen Vorurteile abbauen helfen, die im Zusammenhang mit Sportarten wie Karate, Kung-Fu und vor allem auch Thaiboxen leider immer noch vorherrschen», sagt Veranstalter Gianfranco Manzan, auf die Beweggründe angesprochen, hier in der «Provinz» eine Fightnight ins Leben zu rufen.

Später auch Profikämpfe

Der 49-Jährige, der in Rorschach die «Arena Thai Gym» betreibt und dort neben Erwachsene auch Kinder ab 6 Jahren in den Fertigkeiten des Thaiboxens unterweist, ist überzeugt davon, dass es nicht bei einer einmaligen Veranstaltung bleiben wird. «Ich rechne damit, dass rund 1000 Leute am Samstag in die Mehrzweckhalle kommen werden», sagt er ebenso selbstbewusst wie zuversichtlich. Sollte sich der erwartete Erfolg einstellen, so könne er sich gut vorstellen, dass Programm künftig auch noch mit Profikämpfern zu ergänzen.

Am Samstag stehen nun aber vorerst die Amateure im Mittelpunkt des Geschehens. Laut Manzan garantieren nicht nur die ehrgeizigen Nachwuchs-Thaiboxer (ab 20 Uhr) hoch stehenden Sport, sondern auch die Prestige-Kämpfe. Am bekanntesten dabei die mehrfache Schweizer Meisterin Carole Flury, die es mit der Engländerin Rebecca Donnelly zu tun bekommt, oder aber der Kampf zwischen Slavo Polugic und Tefik Bajrami. Letzterer wird von seinem Bruder Xhavit betreut, selbst mehrfacher Thaibox-Weltmeister, K1-Kämpfer und guter Freund des unvergessenen Andy Hug.

Kung-Fu und Schwertkämpfe

Laut Gianfranco Manzan sind nicht nur die Thaibox-Wettkämpfe am Abend einen Besuch wert. «Ab 14 Uhr werden verschiedenste Disziplinen präsentiert. Neben Kung-Fu, Karate, Aikido und Kendo werden auch weniger bekannte, aber ebenso spektakuläre Kampfkünste wir Eskrima, Iaido Jodo, ein Schwertkampf, oder Wushu-Formen mit Kindern zu sehen sein.»

Gianfranco Manzan wurde vor über 20 Jahren mit dem Thaibox-Bazillus infiziert. Karate war ihm in jungen Jahren zu statisch. In der thailändischen Art des Boxens fand er seine sportliche Befriedigung durch die grosse Herausforderung dieses intensiven Zweikampfes. «Es ist die Komplexität, die mich fasziniert. Es ist nicht nur der ganze Körper mit einbezogen, es braucht auch einen wachen Geist und viel taktisches Kalkül, um bei diesem Schach im Ring bestehen zu können.» 

Copyright © St.Galler Tagblatt AG