Sport | Dienstag, 11. April 2000

Hristidis behält den EM-Gürtel

Michael Hristidis verteidigt den EM-Titel im Kickboxen erfolgreich gegen Aziz Boumansour

In der sechsten Runde des auf zehn Umgänge angesetzten EM-Kampfes im Kickboxen stand Michael Hristidis als Gewinner fest. Nach einigen Wirkungstreffern brach der Ringrichter ab: technischer K. o.

Ralph Weibel

Die Kick- und Thai-Box-Veranstaltung in der alten Kreuzbleiche in St. Gallen stand ganz im Zeichen der ersten EM-Titelverteidigung von Michael Hristidis. Der Hauptkampf war der Höhepunkt nach verschiedenen Amateurkämpfen, die grösstenteils auf gutem Niveau stattfanden.

Hristidis geht vorwärts

Nachdem Michael Hristidis die erste Freude über seinen Sieg hinaus geschrien hatte, verneigte er sich vor seinem Trainer Rohy Batliwala und dankte ihm so für seine Hilfe. Batliwala freute sich über den Sieg ebenso wie die rund 600 Zuschauer. Sie sahen einen Kampf, der einer Europameisterschaft würdig war. Dazu trug der unterlegene Franzose Aziz Boumansour ebenso bei wie der Sieger. Der Franzose, um einiges grösser wie Hristidis, versuchte mit guter Beinarbeit seinen Gegner auf Distanz zu halten. Seine Angriffe verloren sich meist in der Deckung des Schweizers. Hristidis ging vorwärts und versuchte so, an seinen Widersacher heranzukommen. Erfolgreich brachte er einige harte Schläge an. Bereits in der dritten Runde wurde der Franzose zweimal angezählt.

Deckung vernachlässigt

In der vierten und fünften Runde hatte der Herausforderer dann gar leichte Vorteile, wobei er sich als guter Konterboxer erwies. Allerdings vernachlässigte der Franzose mehr und mehr seine Deckung, was Hristidis in der sechsten Runde Chancen zu harten Treffern ermöglichte, die ihm den vorzeitigen Sieg einbrachten.

 

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